Die Idee

„Respekt: Gemeinsam stärker“ ist ein neues Präventionsprogramm, mit dem die Stadt Wien gezielt Herausforderungen im Schulalltag begegnet. Über Schulen in Wien wird oft sehr einseitig berichtet. Die verschiedenen SchulpartnerInnen – also LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern – werden häufig gegeneinander ausgespielt. Von Schuldzuschreibungen hat niemand etwas, schon gar nicht jene, die in der Schule lernen sollen oder dort arbeiten. Die Stadt Wien möchte, dass in Schulen ein respektvolles Miteinander gelebt werden kann. Dass in Schulen Abwertungen aufgrund von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung bekämpft werden. Dass Spannungen und Konflikte im Klassenzimmer rasch gemeinsam aufgelöst werden können. Dass Diskriminierungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden und Mobbing, fehlendem Respekt in der Klasse oder Hass im Netz professionell begegnet wird. Dass Mädchen und Burschen in ihrer Identität gestärkt werden. Dass Mädchenrechte aktiv vermittelt werden. Dass tradierte Rollenbilder und Erwartungshaltungen an Mädchen – und Burschen – aufgebrochen werden. Dass die alltägliche Arbeit von LehrerInnen wertgeschätzt wird. Dass Eltern sich aktiv in die Schule einbringen.

Jede Schule ist unterschiedlich. An allen Schulen läuft vieles gut und trotzdem gibt es an allen Schulen Herausforderungen, die besser mit Unterstützung gelöst werden können. Klar ist: Wenn sich an Schulen etwas nachhaltig verändern soll, dann müssen sich SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern auf Augenhöhe einbringen können.

Vielfalt ist Teil unserer Realität. Damit Vielfalt für alle gut funktioniert, braucht es aber auch ein genaues Hinschauen und manchmal auch wenn nötig punktgenaues Eingreifen. In einer Stadt wie unserer, in der Menschen mit verschiedenen Hintergründen – sei es ihre Herkunft, ihr Alter, ihre Religion oder Weltanschauung, ihre soziale Situation oder anderes – zusammenleben, müssen damit einhergehende Herausforderungen angesprochen werden können. Das gilt ganz besonders für die Schule.

Schülerinnen und Schüler sollen in einer respektvollen, gleichberechtigten, gewaltfreien, angstfreien und vorurteilsfreien Umgebung lernen und sich entfalten können. Für ein gelingendes Miteinander braucht es auch die Einbeziehung von LehrerInnen und Eltern. Hinter „Respekt – Gemeinsam Stärker“ steht die Überzeugung, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern als SchulpartnerInnen gemeinsam stärker sind. Damit sollen alle SchulpartnerInnen nach ihren Bedürfnissen bestmöglich unterstützt werden. Das Ziel: Frauen- und Mädchenförderung sowie Jugend- und Intergrationsarbeit werden stärker mit der Schule verschränkt. Ziel ist es, positive Vorbilder für Mädchen und Burschen zu entwickeln.