Die Standorte

Das Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ wird im Sommersemester 2020 an fünf Standorten gestartet, weitere fünf Standorte folgen im Herbstsemester 2020/21.

Diese Schulen haben selbst großes Interesse und Bereitschaft gezeigt und sich für eine Teilnahme an dem Programm beworben. Sie wurden mit Blick auf die wienweite Streuung der Schulen und den Bedarf der jeweiligen Schule auf Basis des Sozialindexes – in Abstimmung mit der Bildungsdirektion – ausgewählt.

Im ersten Durchgang ab dem Sommersemester nehmen folgende Schulen Teil:

  • 1020 Wien: NMS Pazmanitengasse
  • 1050 Wien: NMS Viktor-Christ-Gasse
  • 1110 Wien: NMS Enkplatz I
  • 1120 Wien: NMS Am Schöpfwerk
  • 1160 Wien: NMS Grundsteingasse

Im Rahmen des Programms arbeiten externe KooperationspartnerInnen je nach Expertise und Tätigkeitsbereich pädagogisch und kreativ mit SchülerInnen, unterstützen LehrerInnen bei der Bewältigung ihres vielschichtigen Alltags und versuchen Eltern für eine stärkere Beteiligung zu gewinnen. Das beinhaltet:

  • Fortbildung für LehrerInnen: gewaltfreie Kommunikation, gendersensible Pädagogik, Konflikte  im Klassenzimmer, Cyber-Mobbing, Supervision etc.
  • Pädagogisches Arbeiten mit SchülerInnen: genderzentrierte Buben- und Mädchenarbeit, kritisches Denken & Handeln, Zivilcourage, Peer-Programme, kreative Kunstprojekte und digitale Lerntools, konflikt- und gewaltpräventive Ansätze
  • Angebote und Beratung für Eltern: Beratung und Schulungen, niedrigschwellige Beteiligungs-Angebote wie Elterncafés und Info-Veranstaltungen

 „Respekt: Gemeinsam Stärker“ am Beispiel NMS Enkplatz I

Die NMS Enkplatz I hat aufgrund ihres Sportschwerpunkts einen hohen Burschenanteil, nur in etwa ein Drittel der SchülerInnen sind Mädchen. Diese Tatsache wirkt sich auf das Schulklima aus und verlangt seitens der Direktorin und der PädagogInnen hohe Sensibilität. Die Schule möchte Mädchen stärken und achtet darauf, Burschen Vorbilder anzubieten, die ihnen Alternativen zur ihrer Entfaltung abseits von althergebrachten Rollenbildern aufzeigen. Dazu wird es folgende Angebote geben:

  • Workshops mit SchülerInnen zu Themen der Selbstbestimmung und –entfaltung von Mädchen und Burschen sowie Gewalt- und Mobbingprävention,
  • Workshops mit SchülerInnen, die das Vorurteilsbewusstsein und den Umgang der Jugendlichen mit Hass im Netz in den Mittelpunkt stellen,
  • Theaterprojekte, die Mädchen und Burschen in ihrer Selbstwahrnehmung stärken sollen und die mit einer Aufführung abgeschlossen werden sollen,
  • Unterstützung für PädagogInnen im Einzel- und Gruppensetting, sowie regelmäßige Arbeit mit PädagogInnen im Rahmen von schulinternen Fortbildungen, wobei der Fokus auf konkrete Handlungsoptionen im Schulalltag gelegt wird (dabei wird insbesondere auf die Weitergabe von neu erworbenem Wissen im Kollegium geachtet, um die Nachhaltigkeit der Aktivitäten sicherzustellen),
  • Elternarbeit, wobei neue niederschwellige Konzepte erarbeitet und erprobt werden, um Mütter und Väter stärker in den Schulalltag einzubinden,

statt.

Geplant ist etwa die Schaffung eines eigenen Mädchenraums sowie eines Burschenraums. Diese Orte sollen von den KooperationspartnerInnen genutzt werden und auch außerhalb dieser Zeiten als Freiräume zur Verfügung stehen.

KooperationspartnerInnen

Institutionelle KooperationspartnerInnen

  • WienXtra
  • Landesverband Wien der Elternvereine an verpflichtenden öffentlichen Bildungseinrichtungen
  • Pädagogische Hochschule Wien